Aktuelles vom Lindenhof
Informationen aus der Diakonischen Gemeinschaft
Resolution an das Kuratorium der
Evangelischen Stiftung Neinstedter Anstalten
Wir haben einen Gott der hilft und den Herrn, der vom Tode errettet.
Leitspruch der Neinstedter Anstalten
Dieser Zuspruch aus Psalm 68,21, gestiftet durch die Väter und Mütter der Gründerjahre unserer Evangelischen Stiftung, ermutigt uns
- Menschen mit körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen;
- Menschen, die in unserer Gesellschaft nach Seelsorge und Beratung suchen und
- Kindern, Jugendlichen, Familien und älteren Menschen, die nach neuen Formen von Gemeinschaft suchen mit diakonischer Haltung in den sozialen Arbeitsfeldern unserer Kirche und unserer Gesellschaft ehrenamtlich und beruflich engagiert zu sein.
Durch die Satzung der Ev. Stiftung NA verpflichtet, nehmen wir als Diakonische Gemeinschaft und Teil der Stiftung für die Neinstedter Anstalten diese besondere Verantwortung wahr.
Darum erklären wir:
- Wir unterstützen das Kuratorium in seiner Entscheidung vom 13.01.2012, an Pfarrer Jürgen Schwartz Vorsteher, Vorsitzender des Vorstandes und als Vorsteher der Diakonischen Gemeinschaft und an den Vorstandsmitgliedern Christiane Bergmann, Susanne Harsuiker, Andreas Reitzig fest zu halten.
Wir erleben Herrn Pfarrer Schwartz als einen kritisch hinterfragenden Menschen, als einen andere Menschen würdigenden und zuhörenden Partner in sozialen Prozessen, als einen kommunikativen und für Klarheit sorgenden Seelsorger und Berater. Wir trauen ihm zu, gemeinsam mit uns Mitarbeitenden und Mitbetenden, die ökonomischen und pädagogischen, die organisatorischen und die geistlich-theologischen Herausforderungen der Ev. Stiftung NA zu gestalten.
Ein zukunftsfähiges sozial – diakonisches Unternehmen, das die Erfahrungen ihrer Geschichte aufnimmt, den sozialpolitischen Wandel berücksichtigt und der Gesellschaft christliche und soziale Impulse gibt, muss unser gemeinsames Ziel sein.
Wir begrüßen ausdrücklich das positive und zukunftsweisende Votum für den gesamten Vorstand. - Wir möchten, dass sich die Evangelische Stiftung Neinstedter Anstalten in ihrer Identität als ein Teil der Kirche Jesu Christi versteht. (Damit sind keine aufsichtsrechtlichen Fragen der Stiftung gemeint)
Wir möchten ebenso, dass die Ev. Stiftung NA verantwortlich ihre Wurzeln, nämlich die Mitarbeitenden, Kirchengemeinden und die Diakonische Gemeinschaft wahrnimmt. Solch ein eindeutiges Bekenntnis führt zu Identität der Mitarbeitenden mit dem christlichen Glauben, eingebunden in der Evangelischen Kirche Deutschlands, insbesondere Mitteldeutschlands.
In den Kirchengemeinden und in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit wird die Arbeit der Ev. Stiftung NA als eine kirchliche Arbeit verstanden. Dem muss in der Öffentlichkeitsarbeit Rechnung getragen werden. - Wir möchten, dass diakonisch – theologisch - pädagogische Bildung als eine satzungsgemäße Kernaufgabe der Ev. Stiftung NA erhalten bleibt. Dazu ist es nötig, dass das Diakonenkolleg auf dem Lindenhof mit seinem Fort – und Weiterbildungsangebot und die Diakonenausbildung nach den kirchlich – diakonischen Standards sowohl der EKD, bzw. der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland als auch des VEDD entsprechend gestaltet werden. Daher muss geeignetes Lehrpersonal in den Wirtschaftsplänen der Stiftung berücksichtigt werden. Die Stiftung profitiert von diesen Aus- und Fortbildungsangeboten und sollte dies in ihrer Personalentwicklung stärker berücksichtigen.
Am außerordentlichen Brüder- und Schwesterntag durch den Ältestenrat vorgelegt und beschlossen.
Neinstedt am 14. Januar 2012
siehe auch: Erklärung des Ältestenrates vom 20.12.2011
VORPLANUNG 2012
Der Ausbildungs-Brüder- und Schwesterntag findet vom 24. - 26. Februar 2012 unter dem Thema "Gemeinsames und Trennendes in Bibel und Koran" statt.
Am 13. Mai findet das Jahresfest der Ev. Stiftung Neinstedter Anstalten statt.
Vom 1. bis 3. Juni findet das Frauentreffen der Diakonischen Gemeinschaft unter dem Thema "Eine Schwäche für GOTT" statt.
Busreise der Diakon. Gemeinschaft: 15. - 20.09.2012 nach Südengland / West, Cornwall - ausführliche Informationen erteilt Diakon Ernst-Hinrich Schaede
Der Brüder- und Schwesterntag der Diakonischen Gemeinschaft findet vom 11. - 14. Oktober 2012 unter dem Thema "Die Ökonomie der Gnade GOTTES" statt.
Inhaltliche Ergebnisse des 1. Diakonenkongresses der EKM am 09.01.2010 in Weimar
Zusammengestellt aus den Protokollen der Arbeitsgruppen (Schütt, Neumann/Jerke, Kempe/Dometzky,Tonn/Eisert-Bagemiehl/Bär), des Verlaufsprotokolls des Kongresses von Diakon Eberhard Schütz (Diakonatsvertretung Württemberg) und Anmerkungen des Geschäftsführers des VEDD Diakon C.C.Klein.
Am 9. Januar 2010 trafen sich vor dem Hintergrund der Folgen des Reform- und Fusionsprozesses der EKM über 80 Diakoninnen und Diakone aus dem Bereich der EKM zu einem Kongress unter dem Thema „zukünftige Arbeitsfelder von Diakoninnen und Diakonen in der EKM“. Unter Beibehaltung des langfristigen Ziels, daran mitzuwirken den Diakonat in den deutschen Landeskirchen „als geordnetes Amt der Kirche“ zu ordnen, hat sich der Kongress dafür ausgesprochen, eigenständige Impulse und Positionen in die Diskussion um das diakonische Profil der verfassten Kirche und das evangelische Profil der organisierten Diakonie, den Diakonat und das neue Diakonengesetz einzubringen. Diese sollen konkret, differenziert und realistisch sein. Wir werden dem Landeskirchenamt bis zum Sommer 2010 einen Entwurf für ein Diakonengesetz der EKM vorlegen.
Wir wollen, dass für den Dienst in Gemeinden, Kirchenkreisen und kirchlichen Werken Diakoninnen und Diakone als Mitarbeitende in den Bereichen der Kinder – und Jugendarbeit, der Gemeindepädagogik, der Erwachsenenbildung, der Kirchenkreissozialarbeit und ähnlichen Arbeitsfeldern eingesetzt werden.
(A) -Dabei geht es explizit um die Besetzung von Stellen durch dafür speziell qualifizierte Diakone und Diakoninnen – und zunächst nicht vorranging um ausgewiesene Diakonenstellen -sowie die gezielte Qualifizierung von Diakonen und Diakoninnen für zu besetzende Stellen
Und:
(B) In den kirchlichen Arbeitsbereichen in denen es um Evangelium und soziale Frage geht, sollten explizit Diakonenstellen eingerichtet werden. (z.B. Kinder –und Jugendsozialarbeit; Gefängnisseelsorge; stadtteilorientierte kirchlich soziale Projekte = überall da, wo sich ein Anstellungsträger einen Sozialarbeiter/eine Sozialarbeiterin wünscht)
Der Diakonenkongress arbeitet heraus, dass entsprechend qualifizierte Diakone und Diakoninnen für die rechtlich selbständigen Unternehmen der Diakonie Diakoninnen und Diakone, die über ihre jeweiligen professionellen Aufgaben hinaus mit der Stärkung des diakonischen Profils und der Gestaltung des geistlichen Lebens ihrer Einrichtung durch den Dienstgeber beauftragt sind. Dazu wurde vom Kongress ein Diskurs in den Gremien des Diakonischen Werkes und unter den diakonischen Unternehmen dringend angeregt.
Bei der anstehenden Erarbeitung eines Diakon/innengesetzes für den Bereich der EKM fordern die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Kongresses, dass mit der Einsegnung zum Dienst im Diakonat und der Anstellungsfähigkeitsurkunde als Diakon oder Diakonin der Kirche Diakoninnen und Diakone das Recht zur freien Wortverkündigung, zum Spenden des heiligen Abendmahls und zur Ausübung von Kasualien erhalten. Sie nehmen dieses Recht in Abstimmung mit dem zuständigen Pfarramt und im Rahmen ihres Dienstauftrages wahr. Diakoninnen und Diakone unterliegen dem Seelsorgegeheimnis. Für viele Diakone und Diakoninnen ist dies Praxis und wird von den Anstellungsträgern ausdrücklich gewünscht und gefördert. Wir möchten von einer Einzelfalllösung zu einem Recht für alle Diakone und Diakoninnen kommen. Es braucht die kirchenrechtliche Legitimation der realen Praxis.
Diakon-Sein ist kein Beruf. Es ist die Berufung und die Einsegnung in das Amt der Kirche, welches in lebenslanger Verantwortung war genommen wird. Im Diakonat der Kirche, wird der Diakon/die Diakonin die befreiende Botschaft Jesu aus dem Gottesdienst in die Häuser der Menschen und die soziale Lebenswirklichkeit der Menschen in den Gottesdienst der Kirchen tragen. Dazu hat er/sie den lebenslangen Auftrag der Kirche. Es geht den Kongressteilnehmern darum, das Miteinander in dem einen Amt der Kirche neu zu gestalten. Der Diakon/die Diakonin mit dem Schwerpunkt der sozialen Fragen, der Pfarrer/die Pfarrerin mit dem Schwerpunkt der theologischen Fragen in Gemeinde und Diakonie.
Der Kongress unterstreicht, an der sog. Doppelten Qualifikation für das Amt des Diakons/der Diakonin fest zu halten. Die vom VEDD erarbeiteten „Bildungswege im Diakonat“ und die „Kompetenzmatrix“ sowie „Tätigkeitsmerkmale für Diakone vordem Hintergrund der nationalen und EU –weiten bildungspolitischen Vorgaben“ dienen als Grundlage. Dazu bedarf es einer theologisch – diakonischer Qualifikation, die es ermöglicht Glaubenserfahrung und theologische Grundlegung zu reflektieren um im Auftrag der Kirche öffentliche Wortverkündung anbieten zu können. Dazu brauchen wir theologisch – diakonische Aus -, Fort – und Weiterbildung, für die unsere Kirche die nötigen Ressourcen zur Verfügung stellt. Beide theologisch – diakonischen Bildungsstätten (Lindenhof und DBI) erarbeiten ein gemeinsames Curriculum für die Ausbildung von Diakonen und Diakoninnen in der EKM. Wir lehnen eine Berufung und Einsegnung in das Amt des Diakons/der Diakonin auf der Grundlage eines Weiterbildungskurses und dem Bildungslevel „Diakonikum“ ab. Der Kompetenzverfall des Amtes des Diakons/der Diakonin wäre damit eingeleitet.
Die Begleitung von Diakoninnen und Diakonen in ihrem Dienst insbesondere in berufsbiographischen Übergängen wird durch die Diakonischen Gemeinschaften wahrgenommen. Dazu muss die Landeskirche den Diakonischen Gemeinschaften ausreichend Ressourcen zur Verfügung stellen.
Die Kongressteilnehmer unterstreichen, dass die Berufung und Einsegnung ins Amt des Diakons/der Diakonin die Mitgliedschaft in einer Diakonischer Gemeinschaft (VEDD; Kaiserswerther Verband, Zehlendorfer Verband ) einschließt. Rückbindung an eine Diakonische Gemeinschaft muss gegeben sein, um berufsbiographische Begleitung und Bildungsprozesse im Diakonenamt gewährleisten zu können. *
Die TeilnehmerInnen des Kongresses beschlossen eine jährliche Diakonenkonferenz der EKM unter Mitwirkung des Landeskirchenamtes und des Diakonischen Werkes der EKM mit dem Ziel:
- Entwicklungen in Kirche und Diakonie zu reflektieren
- Kirchen – und gesellschaftspolitische Stellungnahmen zu erarbeiten
- Den Diakonat als „geordnetes Amt“ in der Kirche zu gestalten
- Das Amtsverständnis der Diakone und Diakoninnen zu stärken
- Die geistliche Gemeinschaft zwischen Diakoninnen und Diakonen und den Vertretern von Landeskirchenamt und Diakonischen Werk zu stärken
*Einsegnung in das Diakonenamt bei gleichzeitig zwingender Mitgliedschaft in einer Diakonischen Gemeinschaft ist unter den Diakonen und Diakoninnen umstritten. In beiden Diakonischen Gemeinschaften der EKM gibt es zur Zeit keine zwingende Mitgliedschaft.
Neinstedt, 13.01.2010 im Auftrag der Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Diakon Hans Jaekel; Ältester Diakonische Gemeinschaft der Brüder und Schwestern des Lindenhofs Neinstedt Ev. Stiftung Neinstedter Anstalten Lindenstraße 3, 06502 Thale/OT Neinstedt Fon: 03947-99132 e-mail: h.jaekel@neinstedter-anstalten.de www.lindenhof-neinstedt.de
Die Diakonische Gemeinschaft gratuliert allen Schwestern und Brüdern, die im Jahr 2012 eine Jubiläumshochzeit feiern. Es ist schön, wie ihr euer Leben gemeinsam gestalten konntet. Wir wünschen euch weiterhin den Segen Gottes auf eurem gemeinsamen Lebensweg.
Goldene Hochzeit haben im Jahr 2012:
- Am 2. März - Joachim und Edeltraut Wilbrecht
- Am 30. April - Christoph und Gabriele Barth
- Am 26. Mai - Jochen und Bärbel Heldt
- Am 1. Juni - Wolfgang und Gotlind Korn
- Am 16. Juli - Winfried und Heidrun R. Kothe
- Am 28. Juli - Siegfried und Ingeborg Hupel
- Am 18. August - Winfried und Inge Ifland
- Am 18. August - Lothar und Renate Möller
- Am 20. Oktober - Wolfgang und Barbara Kerst
- Am 20. Oktober - Martin-Wolfgang und Ursel Siedersleben
- Am 27. Oktober - Helmut und Christel Kulosa
Silberne Hochzeit haben im Jahr 2012:
Am 9. Mai - Jubu und Ana Mbilinyi
Am 11. Juni - Kurt und Christiane Wiesemann
Am 5. Juni 2012 hat unser Bruder Ehrenfried Fuhrmann sein 65ig-jähriges Diakonenjubiläum.
Am 1. September 2012 hat unser Bruder Siegmund Bartsch sein 65ig-jähriges Diakonenjubiläum.
Am 1. September 2012 hat unser Bruder Fritz-Werner Bley sein 50ig-jähriges Diakonenjubiläum.
Am 1. September 2012 haben unsere Brüder Thomas Kaepernick und Joachim Wendt ihr 25ig-jähriges Diakonenjubiläum.
Am 15. September 2012 ist unser Bruder Christian Wende 30 Jahre Mitglied unserer Diakonischen Gemeinschaft.
Am 12. September 2012 ist unser Bruder Norbert Griguhn 28 Jahre Mitglied unserer Diakonischen Gemeinschaft.
Liebe Schwestern, liebe Brüder.
Als wir die Losung lasen, hatte ich noch die Rede unseres Bundespräsidenten i.R. Herrn Horst Köhler an die Bankiers im Ohr. So mutig, sachkundig und ehrlich hört man von Politikern und Kirchenleuten selten etwas.
Die Losung: „Weh denen, die dem Schuldigen Recht geben um Bestechung und dem Unschuldigen sein Recht absprechen“ (Jesaja 5, 22+23). Exakte Exegese und Übersetzung ordnet und sieht diese Verse ein kleinwenig anders, noch deutlicher. Sie sind aus einem berühmten Kapitel. Otto Kaiser schreibt dazu: „Die sieben...Wehrufe halten einer Oberschicht den Spiegel vor, die in gottvergessenem Leichtsinn und Gott vergessener Überheblichkeit grenzenloses Besitzstreben und Genusssucht miteinander vereint und dabei auf Kosten der kleinen Leute lebt, deren Recht sie im käuflichen Urteil bricht und deren Lebensbasis sie auf scheinbar legale Weise zerschlägt“. So ähnlich hat es unser Bundespräsident gestern gesagt.
Warum sagt das unsere Kirche nicht?
Eine junge Theologin, Anna-Maria Busch, hat auf der EKD- Synode dazu etwas gesagt. Ein Journalist fragte sie: „Wie hat die Synode reagiert?“ Antwort: „Eigentlich gar nicht“.
Meine Frage?
Warum schweigt unsere Kirche oder sagt dazu nur ein paar ausgewogene Worte? Jesaja hat es anders gemacht! Unser Bundespräsident auch! Anna-Maria Busch vor der Synode auch!
In den Nachrichtensendungen wird neben der Katastrophe im Kongo eine für die „Oberschicht“ geschaffene Insel gezeigt, wo eine Übernachtung 25000 Dollar kostet. Was würde Jesaja dazu sagen?
Euer Rolf Löffler
Die Diakonische Gemeinschaft der Brüder und Schwestern des Lindenhofs Neinstedt
Lindenstraße 3 in 06502 Neinstedt
www.lindenhof-neinstedt.de
Aufruf zum Widerstand
gegen den ungehemmten Kapitalismus
Ja, wir können das !
Wir erleben eine Umverteilung
von Unten nach Oben.
Die Reichen werden immer reicher.
Die Armen werden immer ärmer.
Christen sollen dagegen Widerstand leisten.
Unsere Kirchen sollen dagegen Widerstand leisten.
Öffentlich und in aller Klarheit.
Mit Ihrer Unterschrift wenden Sie sich an den Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) mit dem Aufruf, in aller Klarheit Stellung zu beziehen zur sozialen Verantwortung derer, die über Kapital verfügen.
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Pfr. i.R. Rolf Löffler, Vorsteher i.R. der Neinstedter Anstalten;
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Diakon Hans Jaekel, Ältester der Diakonischen Gemeinschaft Neinstedter Anstalten;
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Diakon Klaus Jäger, Diakonisches Werk Mitteldeutschland;
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Diakon Joachim Wendt, Kreuzgymnasium Dresden;
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Diakon Stephan Brinkel, Ältester der Diakonischen Gemeinschaft des J.Falck Hauses Eisenach;
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Diakonin Bettina Rost, Theologische Fakultät an der Uni Leipzig;
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Diakonschülerin Momo Wilde, Diakonenkolleg der Neinstedter Anstalten;
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Diakon Veit Kuhr, Stadtjugendpfleger in Trossingen/Baden Württemberg;
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Diakon Günter Weingarten, Ältester der Diakonischen Gemeinschaft i. R. des Wittekindhofes Bad Oeynhausen;
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Diakon Andreas Zobel, Bereichsleitung Behindertenhilfe im Diakonieverein Güstrow;
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Diakon Micha Hofmann, Jugendreferent im Kirchenkreis Mühlhausen/Thüringen
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Diakon Andreas Dencker, Drogenberatungsstelle des DW Waren/Müritz;
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Diakon Rolf Jäger und Ortrud Jäger, Jugendbildungsstätte Neulandhaus Eisenach;
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Diakon Markus Schaub, Bereichsleitung Behindertenhilfe Diakonieverein Güstrow;
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Diakon Johannes Schulz, Schuldnerberatung DW Weißenfels;
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Heilpädagogin Ingrid Warweg, Matthias –Claudius- Haus Oschersleben;
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Diakonin Babett Fleischer, Krankenschwester Leipzig;
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Diakon Daniel Fleischer, Verwaltungsbeamter Verkehrsplanungsamt Döbeln;
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Pfarrer Friedrich Wegner, Gemeindepfarrer und Seelsorger der Justizvollzugsanstalt Halberstadt;
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Diakon Klaus Wellmann, ehemals Leitung von Heimen in der Altenhilfe und ehrenamtlicher Bürgermeister im Land Brandenburg;
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Diakonschülerin Katharina Müller, Diakonenkolleg der Neinstedter Anstalten;
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Diakon Christian Holtz, Arbeitstherapeut in Erfurt
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Diakonin Titia Krull, Sozialer Dienst der Caritas – Altenhilfe in Düsseldorf;
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Diakon Alfred Walter, Sonderschullehrer Ev. Stiftung Fineck Sömmerda;
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Diakon Reinhard Wienecke, Amtsleiter des Kirchlichen Verwaltungsamtes Wismar;
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Diakon Lothar Rochau, Jugendamtsleiter der Stadt Halle/Saale;
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Pfarrer i. R. Gerhard Schorch, Ältester i. R. der Diakonischen Gemeinschaft Neinstedt;
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Pfarrer Johann-Hinrich Witzel, Arbeitsstelle „Eine Welt“ der Kirchenprovinz Sachsen;
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Diakonin Regina und Diakon Ulrich Kurzbach, im Ruhestand in Steinbach – Hallenberg.
Aus diesem Aufruf der Diakonischen Gemeinschaft der Brüder und Schwestern des Lindenhofs Neinstedt im Advent 2008 möchte eine Bewegung unter uns Christen werden, die den Rat der EKD gegenüber der Politik, den Wirtschaftsmanagern und der Öffentlichkeit in unserem Land zu mutigen und eindeutigen Worten inspiriert.
Bitte leiten Sie diesen Aufruf in ihrem KollegInnenkreis oder Ihrem Freundeskreis weiter. Mit Ihrer eigenen Unterschrift senden Sie den Aufruf dann bitte weiter an den Rat der EKD in Hannover: rv@ekd.de
Vorstand der Diakonie Mitteldeutschland
Stellungnahme zur Zukunft der DiakonInnenausbildung
in der Föderation Ev. Kirchen in Mitteldeutschland
1. Im Auftrag der Kirche
Die Ausbildung von Diakonen und Diakoninnen im Bereich der Föderation Ev. Kirchen in Mitteldeutschland hat eine gute Tradition. Seit über 150 Jahren wird sie in Neinstedt durchgeführt, jetzt im Diakoniekolleg Lindenhof. In Eisenach findet sie seit 1954 am Johannes-Falk-Haus und später an der Ev. Fachschule für Diakonie und Sozialpädagogik, jetzt Diakonisches Bildungsinstitut Johannes Falk gGmbH (DBI), statt. Viele junge Menschen in Mitteldeutschland wurden nach dem Vorbild von Johann Hinrich Wichern für den Dienst in Kirche und Diakonie ausgebildet und durch die Bischöfe als Diakoninnen und Diakone eingesegnet. Sie haben das geistliche und gemeinschaftliche Leben in den Kirchengemeinden, Kirchenkreisen, kirchlichen Werken und diakonischen Einrichtungen mitgestaltet und geprägt. Diakoninnen und Diakone sind im Auftrag der Evangelischen Kirche tätig und gestalten den Diakonat gemeinsam mit anderen und in verschiedenen Berufsfeldern. In der Diakonie tätige Diakoninnen und Diakone sind zugleich Aktivposten für Kirchengemeinden und Kirchenkreise.
Die beiden Diakonischen Gemeinschaften (Neinstedt mit 200 Mitgliedern, Eisenach mit 175 Mitgliedern) unterstützen ihre Mitglieder sowie die Gemeinden und Dienste in der praktischen und missionarischen Arbeit sowie bei der geistlichen Profilierung. Sie tragen und prägen die jeweilige DiakonInnenausbildung.
Der Vorstand dankt den Diakoninnen und Diakonen sowie ihren Gemeinschaften für ihren Einsatz in den Arbeitsfeldern der Diakonie. Der Vorstand anerkennt das Bestehen und die Tradition der im Bereich der Föderation Ev. Kirchen in Mitteldeutschland und der Diakonie Mitteldeutschland bestehenden DiakonInnenausbildungen. Sie haben sich in der Vergangenheit bewährt und sollen fortgeführt werden.
2. Als Stärkung des kirchlich-diakonischen Profils und der Gemeinwesendiakonie
Diakonie ist Kirche in sozialen Arbeitsfeldern. Die Einsatzfelder von Diakoninnen und Diakonen in der institutionellen Diakonie sind auch kirchliche Aufgabenbereiche. Kirche und Diakonie haben gemeinsam für die christliche Identität, die theologische Impulssetzung und die geistliche Prägung ihrer Mitarbeitenden zu sorgen. Die DiakonInnenausbildungen bieten Möglichkeiten zur kirchlich-diakonischen Bildung und wirken damit profilbildend für die Diakonie wie für die Kirche in einer entkirchlichten Gesellschaft.
Einerseits ist die Ausbildung und die Einsegnung zur Diakonin und zum Diakon weitgehend kein Anstellungsmerkmal mehr für den Dienst in den Einrichtungen und Diensten. Andererseits wächst der Bedarf an zusätzlicher Qualifikation im Sinne des kirchlich-diakonischen Kompetenzerwerbs. Es sind verstärkt berufsbegleitende Angebote für leitende Mitarbeitende erforderlich, die der diakonischen Prägung und dem Profil der Einrichtungen dienen.
Ein zukünftiges Einsatzfeld für Diakoninnen und Diakone entsteht mit der Gemeinwesendiakonie. Auf Kirchenkreis- und Einrichtungsebene werden Akteure gebraucht, die mit kirchlich-diakonischer und fachlich-sozialer Kompetenz das Zusammenwirken zwischen den verschiedenen Partnern im Netzwerk von Kirchgemeinden und Kirchenkreisen, diakonischen Einrichtungen, lokalen Vereinen, gesellschaftlichen Organisationen, Parteien und Kommunen als Personen der Kirche gestalten können.
Der Vorstand spricht sich dafür aus, dass die DiakonInnenausbildungen in Eisenach und Neinstedt als Instrument zur Stärkung des diakonischen Profils in den Einrichtungen und in der Gemeinwesendiakonie weiterentwickelt werden, damit Mitarbeitende in der Diakonie eine zusätzliche kirchliche Qualifikation erwerben können (Weiterbildung mit Abschluss).
Der Vorstand spricht sich dafür aus, dass die Einrichtungen und Dienste der Diakonie verstärkt in die diakonische Identität und Kompetenz vor allem der leitenden Mitarbeiter investieren und dafür die DiakonInnenausbildungen nutzen.
3. Mit abgestimmtem Konzept und weiterer Unterstützung
Die Ausbildung zur Diakonin und zum Diakon findet in den Ausbildungsstätten Eisenach und Neinstedt auf der gemeinsamen Grundlage der Kompetenzmatrix des VEDD statt:
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das Evangelium und die christliche Religion kommunizieren
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Menschen in existentiellen Lebenslagen unterstützen
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in Organisation von Kirche und Diakonie handeln
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das Soziale gestalten
Im Ergebnis eines Konsultationsprozesses 2006/2007 haben sich die beiden Bildungsstätten auf eine gemeinsame Konzeption mit 1200 Unterrichtsstunden an zwei Standorten mit der grundständigen Ausbildung in Neinstedt (10 Plätze) und der berufsbegleitenden Ausbildung in Eisenach (12 Plätze) verständigt.
In Neinstedt ist die DiakonInnenausbildung in ein Gesamtkonzept der theologisch-diakonischen Bildungsangebote eingebunden.
Für Teilnehmende in Eisenach sind weiterführende Ausbildungen (Bachelor und Master) unter Anrechnung von Ausbildungsteilen an der Ev. Hochschule für Soziale Arbeit Dresden (ehs) möglich. Es besteht die Möglichkeit des Quereinstieges in den Masterstudiengang „Diakoniewissenschaften“.
Der Vorstand spricht sich für eine stärkere Verbindung und Abstimmung der beiden in ihrer Eigenständigkeit und Verschiedenheit bestehenden DiakonInnenausbildungen in Eisenach und Neinstedt aus: einheitliches Curriculum und Abschlüsse, gemeinsame Ressourcennutzung, Lehrkräfteaustausch, gemeinsamer Beirat u.a. Eine Zusammenlegung erscheint derzeit wegen des unterschiedlichen Profils und der Anbindung an die jeweiligen Träger nicht sinnvoll.
Die fachlichen Inhalte sollen bedarfsgerecht auch für Teilnehmende in leitender Tätigkeit und aus nicht sozialen Berufen (Betriebswirtschaft, Verwaltung, Service u.a.) gestaltet werden. Flexible Teilnahme (Modularisierung) ist zu ermöglichen. Die Anschlussfähigkeit nach europäischen Standards (Credit points) ist zu gewährleisten.
Der Vorstand bittet die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland und die beiden Brüder- und Schwesternschaften weiterhin um dauerhafte Unterstützung der DiakonInnenausbildung, damit das geistliche Potential in der Diakonie und in der sozialen Arbeit der Kirchenkreise weiter gestärkt wird.
Eine verlässliche finanzielle Unterstützung durch die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland für ihre DiakonInnenausbildungen in Eisenach und Neinstedt ist Voraussetzung für deren Weiterentwicklung.
Die Stellungnahme wurde am 20.11.2008 vom Vorstand beschlossen.