Aktuelles vom Lindenhof
Informationen aus der Diakonischen Gemeinschaft
Wir haben einen Gott der hilft und den Herrn, der vom Tode errettet.
Leitspruch der Neinstedter Anstalten
Erklärung des Ältestenrates der Diakonischen Gemeinschaft der Brüder und Schwestern des Lindenhofs Neinstedt
Liebe Bewohnerinnen und Bewohner in den Neinstedter Anstalten.
Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Liebe Schwestern und Brüder.
Unser Vorsteher ist abberufen.
Wir sind hilflos und ärgerlich.
Wir empfinden eine maßlose Ungerechtigkeit gegenüber Herrn Schwartz und seiner Familie.
Aus unserer Sicht gibt es keinen Grund, warum es zu dieser Entscheidung kommen konnte.
Der gefühlten Ungerechtigkeit wollen wir entgegentreten.
Die Entscheidungsträger in dieser Sache müssen sich erklären.
Wir wollen die Entscheidung verstehen können, bevor wir wieder Vertrauen gewinnen.
Aus unserer Sicht, ist die Zukunft unserer Stiftung mit dem Vorsteher Pfarrer Schwartz zu gestalten.
Über 70 Mitglieder der Diakonischen Gemeinschaft aus allen Teilen der Bundesrepublik, und Tansanias haben den Ältestenrat beauftragt, einen außerordentlichen Brüder – und Schwesterntag einzuberufen.
Dieser Brüder – und Schwesterntag wird am 14. Januar 2012 in Neinstedt stattfinden.
Der Älteste der Diakonischen Gemeinschaft Diakon Hans Jaekel, der beratend an den Sitzungen des Kuratoriums teilnimmt und das ordentliche Kuratoriumsmitglied Diakon Waldemar Cug aus Sangerhausen legen gemeinsam Widerspruch gegen die Entscheidungen des Kuratoriums mit folgendem Wortlaut ein:
„Wir legen Widerspruch ein gegen die Beendigung des Dienstverhältnisses von Herrn Pfarrer Schwartz als Vorsteher und Vorsitzender des Vorstandes der Ev. Stiftung Neinstedter Anstalten und damit auch der Beendigung seines Amtes als Vorsteher der Diakonischen Gemeinschaft.
Begründung:
Der Ältestenrat hat gemäß der vom Kuratorium beschlossenen Ordnung der Diakonischen Gemeinschaft, ein Votum bei der Berufung eines Vorstehers abzugeben.
Der Ältestenrat hat in seiner Sitzung am 15.12.2009 mehrheitlich ein positives Votum zum Bewerber Herrn Pfarrer Schwartz abgegeben. Dieses Votum ist dem Kuratorium
zugleitet worden und hat bei der Bewertung für seine Berufung als Vorsteher beigetragen.
Der Ältestenrat ist der Auffassung, dass bei einer Entpflichtung des berufenen Vorstehers der Ältestenrat ebenfalls in die Meinungsbildung der Abberufung einbezogen werden muss.
Vor der Abberufung von Herrn Pfarrer Schwartz als Vorsteher ist der Ältestenrat allerdings in keinster Weise in die Meinungsbildung einbezogen worden.
Es ist höchste Zeit, für unsere Stiftung eine Leitbildentwicklung zu beginnen. Das braucht eine breite Beteiligung der Menschen mit einer Behinderung, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Kirchengemeinde, der Diakonischen Gemeinschaft. Wir wollen gemeinsam Zukunft gestalten. Den aktuellen Entwicklungen in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung möchten wir gerecht werden können. Dazu gehört auch eine offensive Auseinandersetzung mit den Beschlüssen des Bundestages zur Teilhabegerechtigkeit (Inklusion). Wer, wenn nicht die Neinstedter Anstalten mit ihrer über 160 Jahren alten Tradition in der Arbeit mit gehandicapten Menschen kann der Gesellschaft Perspektiven im Umgang mit den Schwachen in der Gesellschaft geben?
Wir leben gemeinsam
In diesem Sinne grüße ich Sie und euch vom Lindenhof in Neinstedt,
gez. Diakon Hans Jaekel, Ältester der Diakonischen Gemeinschaft
Neinstedt am 20.12.2011